Gartentipps

Gartenkalender

November

  • Brauchen Obstbäume eine Baumscheibe ?
    Sieht ja recht ordentlich aus, so eine Baumscheibe. Aber braucht ein Obstbaum überhaupt offenen Boden rund um den Stamm? Das hängt von seiner Wuchsstärke und damit von der Leistungsfähigkeit seines Wurzelsystems ab. Die ganz einfache Faustregel: Je größer ein Obstgehölz ist bzw. je stärker es wächst, desto weniger braucht es eine Baumscheibe. Praktisch heißt das: Junge Obstgehölze wachsen schneller und leichter an, wenn ihr Wurzelraum frei von Bewuchs gehalten wird. So vermeiden Sie unerwünschte Konkurrenz durch Gräser und Unkräuter. Sehr schwach wachsende Obstbäumchen wie Kern- und Beerenobstspindeln, Zwergobstbäume und Beerenobstspaliere würden sich in einer geschlossenen Grasnarbe ebenfalls nur schwer durchsetzen, da ihr Wurzelwerk flach verläuft und schwach ausgebildet ist. Sie benötigen lebenslang offenen Boden unter ihrer Krone. Der sollte bei Bäumen bis zur Kronentraufe reichen bzw. um etwa 20 cm breiter sein als ein Beerenstrauch. Ein Obsthochstamm kann sich nach etwa fünf Standjahren mit seinem mittlerweile kräftigen Wurzelsystem ohne Probleme versorgen - trotz der lästigen Konkurrenz durch Rasen- oder Wiesengräser.

  • Das Herbstlaub im Staudenbeet liegen lassen.
    Hecken und Sträucher mögen eine 5 – 10 cm hohe Schicht auf den Wurzeln.

  • Kompost
    Gut abgelagerten Reif-Kompost sieben und nach der herbstlichen Bodenbearbeitung auf den Beeten verteilen.
  • Weitere Kompostier-Tipps:

    • Fein Gehäckseltes hat eine ungemein größere Oberfläche als die Ausgangsmaterialien. Das macht es den Kompostbewohnern leichter, Holz und trockene Staudenstängel zu verdauen. Mit dem Rasenmäher aufgenommenes Laub verrottet ebenfalls deutlich schneller als ganze Blätter. Zudem passt mehr in Ihren Komposter.
    • Was vom Sieben übrig blieb
      Der sogenannte Grobkompost ist häufig noch nicht völlig verrottet und enthält neben „Unverdaulichem" wie Steinen etc. auch unvollständig abgebautes Material. Entweder weiterkompostieren oder damit zum Beispiel Baumscheiben mulchen.
    • So rottet's schneller
      Mangelt es im Herbst an stickstoffreichem Pflanzenabfall oder Mist, einfach gelegentlich eine Handvoll Hornspäne oder Kalkstickstoff zugeben. Grobkompost sowie Kompoststarter aus dem Handel enthalten Mikroorganismen und Nährstoffe.
    • An die Wurzeln kommen nur Wasser und Erde
      Bei neu gepflanzten Gehölzen oder Stauden den Kompost nicht direkt an die Wurzel bringen, da die Wurzeln vieler Pflanzenarten salzempfindlich sind. Besser nach dem Pflanzen auf den Boden geben und maximal 5 cm tief einarbeiten.

Quelle: GARTENFLORA 11/16 S. 61 ff.und 11/17 S. 61+68

Gartentipps des BV Weißensee